Geld-Boote

Nun bin ich schon fast 2 Jahre für den Deutsch-Ukrainischen Stammtisch
zuständig und mitunter für die Abschlußrechnung am Tisch zuständig. Dabei
fing ich irgendwann einmal an, aus dem kleinsten Geldschein (Ein-Hryvna)
„Boote“ zu falten und sie als Trinkgeld zu geben. Schon in Deutschland
machte ich das ab und zu und bezahlte im Supermarkt an der Kasse. In unserem
Stammlokal ist es nun so, dass sie diese „Boote“ gesammelt haben und eine
ganze Fregatte davon ausgestellt hatten.

Hintergrund ist, dem Geld einen künstlerischen Mehrwert zu geben und damit
andere Menschen zu beschenken. Ich kann mich noch an eine Kassiererin in
Deutschland erinnern, die sich riesig über ein „5-Euro-Boot“ freute.
Manchmal kommt man mit den Leuten so auch einfacher ins Gespräch, durch das
man den „Schenkmehrwert“ erklären kann.
Jörg Drescher